Basis
  • Wer sagt was wann mit welchem Medium/Kanal zu wem mit welchem Zweck/Effekt?
  • Es kommt darauf an, was der „andere“ versteht, nicht auf das was ich sage!

ZU WEM
Adressat der Kommunikation im B2B-Umfeld ist die Zielgruppe meines Angebots. Die Zielgruppe wiederum gliedert sich in zwei Ebenen.

  1. auf eine Organisationsebene und
  2. auf eine Kontaktebene

Im Fall A) wird die Organisation beschrieben, die ideal zu dem Angebot passt. Hier wird der Unternehmenstyp eingegrenzt: Umsatz/Jahr, Anzahl der Mitarbeiter, Branche, Region/Land. Diese Eingrenzung mündet in eine Adressdatenbank von X Firmen, mit den kompletten Adressdaten (Unternehmensname, Rechtsform, Strasse, Hausnummer, Postfach, Postleitzahl, Ort, Internetadresse, evtl. Konzernverflechtungen (Mutter von …, Tochter von ..)).
Auf der Kontaktebene kommt das Konzept des Buying Centers zu tragen. Wer ist an der Kaufentscheidung beteiligt und welche Rolle wird dabei eingenommen? Welche Funktion hat diese Person? Welchen Titel hat der/diejenige? Dies ergänzt die Adressdatenbank um bis zu 10 Kontakten pro Unternehmen. Von jedem Kontakt werden die kompletten Kontaktdaten benötigt. (Adresse, Abteilungsbezeichnung, Telefon, Fax, Mobil, eMail), Ebenfalls zuordenbar sollte die Rolle im Buying Center sein und eine für die Ansprache typische Funktionszuordnung - Anwender, Finanzer, IT etc. 

Anmerkung: „Je komplexer das Produkt, die Dienstleistung, umso kleiner ist der Zielgruppenschnitt zu wählen!“ & „..umso mehr Kommunikationsschritte sind notwendig!“
 

WER
Wer im Unternehmen spricht mit dem Kunden, der Zielgruppe? Dabei kann die Aktion A) aus dem Unternehmen (outbound) in Richtung Adressat erfolgen, oder B) der Kunde/Interessent wird selbst in Richtung Unternehmen aktiv (inbound) oder C) indirekt sein, dass die Internetsite besucht, eine Broschüre oder einen Artikel im Fachmagazin gelesen wird. Je nach dem wie der Vertrieb aufgebaut ist – direkt, indirekt bzw. beides, kann auch der Partner bzw. der Händler eine Kommunikationsrolle einnehmen.
  • Outbound: Marketing, Vertrieb, Management, Service, Consulting, Hotline, CallCenter etc.
  • Inbound: CallCenter, Helpdesk, Sekretariat, Vertrieb, Marketing, Service etc.

Anmerkung Organisation: Transparenz – gerade die kundennahen Abteilungen sollten über die laufenden Aktivitäten in Ihren Abteilungen gegenseitig informiert sein. Idealerweise greifen diese ineinander, verstärken sich, sind konsistent in Erscheinung und Qualität und sind so durch dritte als von einem Unternehmen erkennbar.

Medium

                                 

Anmerkung Email: Häufig werden in Unternehmen Standard-Email-Adressen verwendet, wie info@ .., vertrieb@.... niederlassung@... Für diese Fälle ist sicherzustellen, dass diese Adresskonten regelmäßig abgefragt (Urlaubsvertretung) und die relevanten Eingänge an die zuständigen Kollegen weiterverteilt werden, um eine zeitnahe Beantwortung/Bearbeitung sicherzustellen.

Instrumente
Aufgrund der Struktur und Eigenart des B2B-Geschäfts finden vorzugsweise Instrumente Verwendung, die eine direkte Ansprache ermöglichen und auf Dialog ausgelegt sind. Die eingesetzten Mittel werden so effektiv eingesetzt, da die Streuverluste gering sind.

Instrumente sind:

  • Mailing – Post, Fax, Email
  • Kampagne – Post, Email, Telefon, Fax, Persönlich, 
  • Newsletter – Post, eMail
  • Events – Messen, Hausmessen, Roadshow, Konferenzen

In Abhängigkeit der Zielgruppe, wo & wie ich diese erreichen kann und welche Phase des Kommunikations- & Verkaufprozesses relevant ist, werden die Instrumente und Kanäle entsprechend eingesetzt.


 

Anmerkung: 40/40/20-Regel. Der Erfolg einer Kampagne beruht zu 40% auf den richtigen Daten, zu weiteren 40% auf dem richtigen Produkt/Dienstleistung und zu 20% auf der Gestaltung

WAS?
Zu den Inhalten. Generell gilt es zu klären was der Zweck der Ansprache ist. Möchte ich auf ein besonderes Angebot aufmerksam machen, oder zu einem Event einladen. Ist es ein Erstkontakt oder ein bestehender. Hier kommt das Konzept des "Buying Centers" zum tragen. Für den Fall, dass ein bestimmtes Leistungsangebot vorgestellt werden soll, sind die Inhalte und Nutzen aus Sicht des Adressaten zu gestalten. Ein Controller wird sich eher für Kostennutzen wie für Anwendungsnutzen begeistern, während dem IT-Mann die Frage der Programmiersprache oder der Implementierung brennend interessiert. Der Anwender will vor allem wissen, wie der Einsatz seine tägliche Arbeit unterstützt etc. Jeder der am Kaufprozess beteiligten hat seine Sichtweise und Bewertungskriterien und eine Darstellung der Nutzen, die diesen unterschiedlichen Kriterien entspricht wird schneller verstanden und akzeptiert. Visualisierungen und plastische Beispiele unterstützen diesen Prozess weiter. Ziel ist es jeden der Beteiligten zu erreichen und pro Lösungsangebot zu stimmen. 

 
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