Was sind die Gründe?
 
Folgende Punkte lassen sich für ein Unternehmen nennen, sich mit einer aktiven Medienarbeit zu beschäftigen:

  1. Veröffentlichte Informationen gelten als besonders wichtig und glaubwürdig
    Der Bericht über ein Unternehmen oder dessen Produkt führt dazu, dass dieses als bedeutend eingestuft wird. Erscheint der Artikel in einer renommierten Zeitschrift, überträgt sich dieses auf das genannte Unternehmen, die beschriebene Dienstleistung, das getestete Produkt. Es erhält eine Art „Adelsschlag“.
  2. Entscheidungsträger orientieren sich an der „öffentlichen“ Meinung, die sich wiederum über die Medien manifestiert
  3. die öffentliche Meinung wiederum beeinflusst individuelle Einstellungen
  4. über die Presse (Wirtschafts- und Fachpresse) werden wiederum alle relevanten Zielgruppen des Unternehmens erreicht und idealer weise positiv beeinflusst.
    (Kunden, potentielle Kunden, Mitarbeiter, Partner und auch die Wettbewerber)
  5. über eine gute Medienarbeit kann eine große Anzahl von Personen schnell, glaubwürdig und kostengünstig erreicht werden

 Wie funktioniert es?

Aus Marketing-Sicht stellt die Presse, die Zielpublikationen, die Journalisten im Gunde ein spezielle Zielgruppe bei der Vermarktung des Unternehmens dar. Ziel ist hier nicht der Verkauf, sondern die Veröffentlichung und die positive Berichterstattung. Streng genommen nehmen die Journalisten eine Mittlerrolle ein, welche die platzierten Unternehmensinformation an die eigentlichen Adressaten – den Lesern, der Öffentlichkeit – über die Publikation weitergeben. Aus Sicht des Unternehmens gilt es den relevanten Markt, die Zielgruppen zu beschreiben und zu identifizieren.
Welche Publikationen werden von den Zielgruppen gelesen, die erreicht werden sollen – dies sind „die“ Zielpublikationen – Fach-, Branchen- , Wirtschaftstitel, regionale Titel, Nachrichtenagenturen. Daraus leitet sich „der“ Presseverteiler ab – Redaktionen, Redakteure, freie Journalisten, bekannte Meinungsbildner, Experten.

 Generell richtet sich die Sprache, Inhalte und Aufmachung am Vorwissen der Rezipienten aus. Das heißt auch, dass in der Kommunikation mit einer Fachpublikation ein höheres „Fach-Niveau“ gepflegt werden kann, welches z.B. für die Tages- oder Wirtschaftspresse schlicht „Fachchinesisch“ und unverständlich wäre - und somit wahrscheinlich im Papierkorb landen würde. 
 

Spielregeln/Voraussetzungen

 Wichtig zu verstehen ist, dass für die Öffentlichkeits- und Medienarbeit andere Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsfilter gelten. Es gilt die Umkehrung des Prinzips der Mondlandung. Für Herrn Armstrong war der erste Schritt auf den Mond ein kleiner, für die Menschheit, die Öffentlichkeit dagegen ein großer. In der Umkehrung gilt, was für das eigene Unternehmen ein großer Schritt ist und eine große Bedeutung hat, kann aus Sicht der Öffentlichkeit, der Presse ein kleiner sein und somit von geringerer Bedeutung.

Je höher die Aktualität und Relevanz für die Leser, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Berücksichtigung und der Veröffentlichung.

Nachrichtenkriterien

Was sind die Kriterien einer interessanten Nachricht, einer guten Pressemeldung:

  1. Aktualität
  2. Ausmaß/Konsequenz
  3. Bezug / Nähe
  4. Neuigkeitswert
  5. Bekanntheitsgrad/Fachkompetenz einer Person
  6. „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ 

Umgang & Anforderungen

Die Anforderungen an die Pressestelle lassen sich wie folgt beschreiben:

         

Instrumente in der Medienarbeit
 

     

Markt der Aufmerksamkeit

Die Medienlandschaft in Deutschland umfasst ca. 1.500 Tageszeitungen, ca. 20.000 Zeitschriften, Magazine und Fachpublikationen, ca. 240 Radiosender, ca. 70 TV-Sender und ca. 85.000 Bücher, die jährlich neu erscheinen. Gut 3.500 – 4.000 Wirtschaftsmeldungen erreichen eine große Redaktion pro Tag, mehr als 90% der Meldungen landen im Papierkorb.

 

 

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